Angebot
Burnout-Prävention
Stressmuster erkennen, bevor aus anhaltender Erschöpfung ein Zusammenbruch wird.
Burnout kommt selten plötzlich. Es entwickelt sich schleichend — über anhaltenden Stress, Selbstüberforderung und die Gewohnheit, frühe Warnsignale zu übergehen, weil immer etwas Dringenderes wartet. In der Burnout-Prävention richten wir gemeinsam den Blick auf Ihre persönlichen Stressmuster, stärken Ihre Selbstwahrnehmung und erarbeiten konkrete Strategien zur Regulation und Erholung — solange Sie noch die Kraft haben, sie zu nutzen.
Die Menschen, mit denen ich arbeite, sind meist sehr kompetent und hoch engagiert. Sie führen Teams, tragen Verantwortung, halten anderen den Rücken frei und liefern auch in schwierigen Phasen verlässlich. Genau darin liegt das Risiko. Leistungsfähigkeit verschiebt den Moment der Wahrheit: Man kann lange kompensieren — und weil man gut kompensiert, greift niemand ein, man selbst am wenigsten. Frühe Anzeichen sind leise und leicht zu erklären. Schlaf, der nicht mehr erholt. Innere Unruhe neben einer schweren Müdigkeit. Wochenenden, die nichts zurückgeben. Weniger Geduld mit den Menschen, die man liebt. Eine schleichende Distanz zu einer Arbeit, die einmal wichtig war. Körperliche Stressreaktionen — Anspannung, Enge im Brustraum, Verdauung, häufige kleine Infekte — die sich melden, bevor es Worte gibt.
Deshalb beginnen wir nicht mit einer weiteren Routine im Kalender, sondern damit, Ihr Muster sichtbar zu machen. Was zehrt tatsächlich an Ihnen, und was sieht nur anstrengend aus? Wo entsteht die Belastung durch die Menge an Arbeit, und wo dadurch, wie Sie sie tragen — durch die Schwierigkeit abzugeben, die Scheu zu enttäuschen, den Anspruch, den Sie an keine andere Person stellen würden? Welche Werte halten Sie in einer Konstellation, die Sie zu viel kostet? Hier ist die systemische Perspektive hilfreich: Sie verortet die Belastung in einem realen Zusammenhang aus Rollen, Erwartungen und Beziehungen, statt sie zu einem persönlichen Versagen zu machen.
Neben diesem Verstehen arbeiten wir mit Ihrem Nervensystem, denn Einsicht allein stellt keine Kraft wieder her. Dauerhafter Druck trainiert den Körper darauf, in Bereitschaft zu bleiben — und ein Körper, der diesen Modus nie ganz verlässt, kann sich nicht erholen, so vernünftig Ihre Vorsätze auch sind. Mit körperorientierten Ansätzen, darunter Somatic Experiencing®, lernen Sie, die früheren, feineren Signale wahrzunehmen — den Punkt, an dem Sie noch müde und nicht schon leer sind — und bewusst wieder aus der Aktivierung herauszufinden, auf Wegen, die in einen echten Arbeitstag passen und nicht in einen idealen.
Daraus entsteht etwas Praktisches, das klein genug ist, um eine schwierige Woche zu überleben. Erholung, die wirklich erholt, statt freier Zeit, die still zur nächsten Verpflichtung wird. Grenzen, die Sie in Ihrer tatsächlichen Rolle halten können, in Ihrer eigenen Sprache formuliert. Wege, Überlastung zu bemerken, bevor sie zu einer Entscheidung wird, die Ihnen abgenommen wird. Wo die Belastung strukturell ist, schauen wir zudem ehrlich darauf, was in Ihrer Hand liegt und was zur Organisation gehört — eine wichtige Unterscheidung, denn sich in einer nicht tragfähigen Konstellation noch mehr anzustrengen, ist selbst eine Quelle von Erschöpfung.
Die Gespräche finden online per Video statt, auf Deutsch oder Englisch, und dauern 60 Minuten. Ich arbeite mit Klient:innen in der Schweiz, in Deutschland und international, sodass die Begleitung auch bei Reisen und dichten Terminplänen tragfähig bleibt. Viele beginnen in einer Phase, die sie als intensiv, aber machbar beschreiben — der sinnvollste Zeitpunkt, und der Moment, in dem Prävention diesen Namen noch verdient.
Wenn Ihnen das vertraut vorkommt: Ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch ist ein einfacher erster Schritt — kurz, vertraulich und ohne Verpflichtung.
Weiterlesen
Beiträge aus dem Journal, die zu diesem Thema passen.
- Stress & ÜberforderungWenn die Reserven zur Neige gehen: frühe Anzeichen und sanfte Wege, wieder aufzutankenDie leisen frühen Signale, dass Ihre Reserven schwinden — und kleine, realistische Wege, wieder aufzutanken, bevor der Tank ganz leer ist.
- Stress & ÜberforderungWenn „gut funktionieren" nicht heißt, dass es einem gut gehtWarum Stress bei Menschen, die weiter gut funktionieren, oft übersehen wird und wie sich die ersten Anzeichen von Überforderung von innen anfühlen.
- Stress & ÜberforderungWenn die Arbeit mit nach Hause kommt: Abschalten im Always-on-JobWarum Abschalten so schwerfällt, was ständige Erreichbarkeit mit Ihrem Nervensystem macht und wie Sie sich Ihre Abende zurückholen.
Kennenlerngespräch
Bereit für den ersten Schritt?
Buchen Sie ein kostenloses 15-minütiges Kennenlerngespräch – entspannt und unverbindlich.
